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In diesem
Sinne wünsche ich dem Treffen gute Unterhaltung, interessante Gespräche
und neuen Schwung für „unsere Bukowina".
Ewald Zachmann
Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Buchenlanddeutschen e.V.
(Anm. der
Red.: Das Grußwort wurde vom
Bundesgeschäftsführer
der Landsmannschaft beim Treffen am 10. Oktober im Deutschen Haus
in Czernowitz verlesen.)
(Der Südostdeutsche Nr. 11, Augsburg, 20. November 2008)
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Gedanken im 60. Jahr seit der Gründung des Vereins der Bukowiner
Umsiedler
und seit dem Erscheinen dieser Heimatzeitung/Von Luzian Geier
Nach einer Zeit der immer düsterer
werdenden Prognosen-Stimmung-Mache vor Jahreswechsel tönt es nun von
überall „Optimisten braucht das Land“. Dieser berechtigte Aufruf an alle
Schichten unserer Bevölkerung gilt auch für die kleiner, älter und
schwächer werdende Gemeinschaft der Buchenlanddeutschen, des
Mitgliederbestandes der Landsmannschaft der Bukowiner, des Leser- und
Freundeskreises dieser Heimatzeitung.
Es gehört zur guten und begründeten Gepflogenheit
dieser Zeitung, zu Jahresbeginn für die Leser Rück- und Ausschau zu
halten, vor allem aber Dank zu sagen den treuen Lesern und Freunden, den
Spendern und Förderern. Desgleichen um wichtige Anliegen und
Überlegungen in der gemeinsamen bzw. der redaktionellen, „eigenen“ Sache
vorzubringen.
Die Bukowiner Vereine haben sich im Vorjahr durchwegs
aktiv gezeigt. Das weniger große und nicht so gelungene Bundestreffen
2008 der Buchenländer Landsmannschaft kann nicht als Maßstab gelten. Das
Jubiläumstreffen 2009 in Unter-Elchingen kann wieder Zeichen der
Normalität setzen. Ort und Termin wurden zeitgerecht festgelegt und
bekannt gemacht, so dass die Landsleute das Bundestreffen im 60. Jahr
seit der Gründung der Landsmannschaft in (West)Deutschland als
sichtbares Zeichen und Bekundung der Gemeinschaft gestalten können.
Sechzig Jahre werden es im Herbst seit der Gründung
der Vereinigung der Buchenländer Umsiedler in Deutschland. Es war eine
Reaktion auf akute Notwendigkeiten einer schwierigen Zeit, wie es sie
auch von anderen Vertriebenen- und deutschen Flüchtlingsgruppen aus Ost-
und Südosteuropa gab. Sechs Jahrzehnte haben die Mitglieder diese
Körperschaft getragen und deren Hilfestellungen sowie „Dienstleistungen“
gern genutzt. Der Verein hat seinen Sinn, müssen wir auch heute
feststellen! Die vielfältigen Leistungen, die unzähligen Veranstaltungen
(vor allem in der schweren Zeit), das öffentliche Engagement, der
Einsatz um die Rechte der Gemeinschaft wie von Einzelnen in den
notvollen Jahren können und sollen hier nicht dargelegt werden. Darauf
kommen wir im Laufe des Jahres zu verschiedenen Anlässen zurück, so
demnächst auf die 40 Jahre seit der Grundsteinlegung (Frühjahr) des
Buchenlandheimes in Darmstadt, wo in den zwei Folgejahren der Gründung
der Landsmannschaft die ersten großen Pfingst-Bundestreffen (1950 und
1951) stattfanden. Es war das größte Sozialprojekt der
Buchenlanddeutschen für die eigene Gemeinschaft in den Nachkriegsjahren
in der Bundesrepublik Deutschland.
Zu den großen Leistungen und Erfolgen der
Landsmannschaft und ihrer Untergliederungen zählen die unentwegte Pflege
der Verbindungen zur alten Heimat und den Menschen dort, über ein halbes
Jahrhundert oft ein schwieriges Unterfangen. Nach der Wende in den
Ländern hinter dem ehemaligen Eisernen Vorhang vor nun schon fast zwei
Jahrzehnten erreichten diese Verbindungen neue Dimensionen und eine
andere, gesamteuropäische Qualität.
Die Entwicklung der landsmannschaftlichen Vereine der
Bukowiner – ob in Deutschland, Österreich, Israel oder in der alten
Heimat – gibt aber auch genügend Anlass zu Sorgen was den
längerfristigen Bestand betrifft, einschließlich die Zukunft von
Institutionen (Zeitungen mit inbegriffen). In Deutschland und Österreich
ist selbst bei geselligen Zusammenkünften schon vielerorts ein Rückgang
fest zu stellen. Vor allem fehlt die mittlere Generation und die der
jungen Rentner. Dabei ist gewiss, dass die Landsmannschaft(en) noch
nicht „ausgedient“ hat (haben). Bedarf und Berechtigung werden nicht nur
dadurch bestätigt, dass immer noch nach Auskünften und Urkunden gesucht
wird und sehr viele Anfragen zu Familienforschung eingehen. Gerade die
Bukowiner Spätaussiedler, die sich vielfach von den
landsmannschaftlichen Veranstaltungen und der Mitgliedschaft gelöst
haben, werden mit ihren neuen Problemen zur Rentenbestimmung in der
größeren, erweiterten EU wieder Hilfe brauchen. Ebenso sind die
sonstigen Sozialaufgaben hierzulande und in der alten Heimat nicht
obsolet
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Am 9. Oktober 1949 fand in München das erste große
Nachkriegstreffen von Umsiedlern aus der Bukowina statt. Der
Mitveranstalter, der evangelische Superintendent Edgar Müller, schrieb
dazu in der ersten Ausgabe des Mitteilungsblattes des neue gegründeten
Vereines unter anderem, dass es eine öffentliche Kundgebung war, „wie
wir sie noch nicht erlebt hatten“. Das „Mitteilungsblatt“ - so der
anfängliche Name der Zeitung - führte die Argumentation für die Gründung
zu diesem Zeitpunkt und als Notwendigkeit durch Worte des zweiten
Mitveranstalters, den katholischen Pfarrer Kurt Bensch, an. Er erinnerte
an ein Zitat aus der Heiligen Schrift, wo es steht
„Wehe dem, der allein steht! Denn wenn er fällt, hat er keinen, der ihn
aufrichtet!“ Der tiefere Sinn ist sowohl für die größere
als auch kleinere Gemeinschaft unserer Tage ebenso gültig. Wie damals
ging es darum, wieder Mut zu fassen, Optimismus war gefragt!
Über die losen Rundschreiben aus der Zeit der ersten
zugelassenen Nachkriegs-Zusammenschlüsse
der Buchenländer, den kirchlichen Hilfswerken, und über das
erwähnte Mitteilungsblatt erwuchs mit der ersten Ausgabe für das Jahr
1950 die Heimatzeitung, zuerst „Buchenland“ genannt, dann kurze Zeit
„Südost-Echo“ und seit 1953 und bis heute „Der Südostdeutsche“. Die Zeit
der höchsten Auflage und des zweimaligen Erscheinens pro Monat ist schon
lange vorbei. Aber es gibt heute noch einen Bedarf trotz des riesigen
Angebots im täglichen Zeitungswald. Ein treuer Leserkreis fühlt sich der
Zeitung eng verbunden, diese Leser wollen die Monatsschrift nicht missen
und schätzen sie als das wichtigste Band, das es heute zwischen
Buchenlanddeutschen gibt. Und so lange es diesen Bedarf gibt, wollen
Schriftleiter, Landsmannschaft und Bukowina-Institut die Zeitung weiter
herausbringen, obwohl auch mit diesem Jahreswechsel die Zahl der
Bezieher in Deutschland, Österreich und Übersee wieder etwas zurück
gegangen ist. Es gibt nun in der Bundesrepublik keine Tausend
Zeitungsabonnenten mehr.
In eigener Sache muss die Redaktion an die Leser und
die Vorstände der Gliederungen der Landsmannschaft appellieren, sich an
der informativen und vielseitigen Gestaltung der Zeitung zu beteiligen,
mit zu helfen, selbst zu schreiben (möglichst als Mailanhänge oder CD)
oder einfach anzurufen. Das gilt besonders für die viel und aufmerksam
gelesene Glückwunsch-Rubrik, die von der Redaktion allein befriedigend
nicht redigiert werden kann. Das trifft auch auf die Rubrik „Unsere
Toten“ zu oder auf die Berichte über Jubilare, die weitgehend auf
Zufällen beruhen. Der journalistische Idealfall, dass der Redakteur die
Jubilare besucht, bei Festlichkeiten dabei sein kann, hat es bei dieser
Zeitung aus finanziellen und Personalgründen nie gegeben.
Der Schriftleiter bittet an dieser Stelle nochmals,
in allen Angelegenheiten und Anliegen sich nur an ihn zu wenden, weil es
sich um einen Ein-Mann-Betrieb handelt, bei Anrufen die Direktnummer
0821-5893028 zu wählen (möglichst nach Mittag) oder das
Fax
08 21-58 26 07.
"Der Südostdeutsche", 20.01.2009
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Kulturtagung
und Festredner würdigten die Leistungen der Landsmannschaft
Das 59.
Bundestreffen der Landsmannschaft der Buchenlanddeutschen fand im Juni
in Unterelchingen statt, zum fünften Mal in diesem Ort, wo
Sozialreferent Franz Vorreiter, sein Team und seine Familie wieder gute
organisatorische Arbeit geleistet haben (siehe Pressebericht auf Seite
7). Es war zugleich Gedenkfeier zum 60. Jahrestag der Gründung der
Landsmannschaft, (Oktober 1949) für die Umsiedler aus der Bukowina.
Obwohl die Zahl der Teilnehmer auch in diesem Jahr wieder zurück
gegangen ist, war es ein gelungenes Fest des Gedenkens an die großen
Kultur- und Sozialleistungen der Landsmannschaft über sechs Jahrzehnte,
eine Begegnung im Sinne eines Heimattages und des Dialogs einer
Gemeinschaft, die über ein halbes Jahrhundert in Deutschland höchste
Integrationsbereitschaft und -leistungen aufzeigen kann. Vor den
versammelten Landsleuten und den Gästen konnte Bilanz gezogen werden
über die Vielfalt an Aktivitäten für diese Gruppe wie auch Überlegungen
angestellt werden für die künftige Arbeit. Es waren zwei schöne und
harmonische Tage des Zusammenseins, auch noch nach fast 70 Jahren seit
der Umsiedlung. Schon vor der offiziellen Eröffnung durch den
Bundesvorsitzenden Ewald Zachmann wurde von den Teilnehmern freudiges
Wiedersehen gefeiert, die Landsleute waren aus allen Gebieten der
Bundesrepublik gekommen, von Niedersachsen über Hessen,
Rheinland/Pfalz-Saar, Baden-Württemberg, den neuen Bundesländern
(Bitterfeld und Umgebung) sowie Bayern. Zachmann konnte auch bei diesem
Treffen geschätzte Ehrengäste begrüßen, so den
Alt-Bezirkstagspräsidenten Dr. Georg Simnacher, den jetzigen „Paten" und
Förderer des Verbandes, Dr. Jürgen Reichert, Präsident des Bezirkstags
von bayerisch Schwaben, den Stellvertretenden Landrat Dieter Wegerer,
der auch Grüße des Landrats Erich Gassner übermittelte, den neuen und
sehr interessierten 1. Elchinger Bürgermeister Joachim Eisenkolb und
seinen Stellvertreter Armin Menz, dann als langjährigen Gast und Freund
Joachim Wendt, Stellvertretender Landesvorsitzender des BdV in
Baden-Württemberg. Begeistert aufgenommen wurde das Grußwort, das von
Zachmann verlesen wurde, das Dr. Otto von Habsburg, zweifacher Träger
der Ehrennadel in Gold dieser Landsmannschaft, an seine „Landsleute"
geschickt hatte (siehe Text in der Juni-Ausgabe). Der 2. Bürgermeister
Menz war zum fünften Mal dabei und begrüßte im Namen der Gemeinde
Elchingen, die gerne Gastgeber der Buchenländer Treffen ist, und lud zum
Wiederkommen ein. Samstag überbrachte auch Joachim Wendt Grußworte
seinerseits wie auch seitens der beiden BdV-Landesvorsitzenden von
Baden-Württemberg und Bayern. Er verwies auch auf die gute
Zusammenarbeit der Bukowiner mit dem BdV, dem in diesem Bundesland 21
Landsmannschaften angehören. Der Bundesvorsitzende Zachmann begrüßte
auch die Tanz- und Trachtengruppe aus Stuttgart-Büsnau sowie die
Singgemeinschaft „Buchenland" aus Salzgitter besonders, die das
Kulturprogramm mitgestalteten und viel Beifall erzielten. Dank ging an
die Egerländer Beer-Kapelle aus Elchingen und Helmut Jaschusch, die den
musikalischen Teil bestritten. Zachmann nahm auch die Totenehrung vor
und verwies besonders auf den Verlust von verdienten Amtsträgern des
Vereins in letzter Zeit: Erwin Misakewicz, lange Jahre
Bundessozialreferent, Stellvertretender Bundesvorsitzender und
Bezirksvorsitzender Ulm, sowie des Gründers und langjährigen
Ortsvorsitzenden in Nienhagen, Wilfried Josef Weber.
SOD - Augsburg, 20. Juli 2009
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Die Zeit der Besinnlichkeit, der Ruhe, Entspannung
und des Feierns ist fast schon vergessen, der Alltag mit seinen Freuden
und Sorgen hat die meisten Menschen wieder voll im Griff. Für unsere
Gemeinschaft der Leser, Freunde und Förderer dieser Zeitung, für den
Kreis um die Landsmannschaft der Buchenlanddeutschen ist es üblich, in
der ersten Ausgabe des neuen Jahres eine kurze Rückschau zu halten, vor
allem aber ins neue Jahr zu blicken und erfragen, was es den Lesern bzw.
der Gemeinschaft der Buchenländer verspricht. Aber auch auf Anliegen in
Sachen der Redaktion, der Landsmannschaft und der Bukowina soll
eingegangen werden.
Für die große Familie der Bukowinadeutschen war das
vergangene Jahr ein zufriedenstellendes, es gab für den Bundesverband
und viele Untergliederungen erfreuliche und schöne Momente des
Zusammenseins und der Gemeinsamkeiten, die uns verbinden. Das
Bundestreffen im 60. Jahr der Gründung der Landsmannschaft der
Umsiedler aus der Bukowina - so der ursprüngliche Vereinsnamen - in
Unterelchingen war ein sehr harmonisches und gut gelungenes. Dafür wurde
der Familie Vorreiter, allen Helfern, der Gemeinde und den mitwirkenden
Kulturgruppen bereits gedankt. Vergelt's Gott nochmals auch an dieser
Stelle und zum Eintritt ins neue Jahr.
Die traditionellen Veranstaltungen, von
Frühjahrstreffen bis Kathrein, Advent und Weihnachtsfeiern bis zu
Stammtischen gab es weiterhin, es wird auch im neuen Jahr ein
vielfältiges Angebot an Brauchtums- und kulturellen Begegnungen in den
einzelnen regionalen Verbänden geboten. Leider ist der Rückgang der
Teilnehmer bzw. Mitglieder kaum aufzuhalten. Schon für Februar lädt
der Verein in Salzgitter-Lebenstedt ein. Das Bundestreffen soll im 70.
Jahr nach der Umsiedlung der Buchenlanddeutschen am Wochenende nach
Pfingsten stattfinden, als traditionelle Studienreise will das
Bukowina-Institut in diesem Jahr eine Sonderreise auf einer neuen
Route in die Ukraine anbieten mit Kiew, der Krim, Jalta, Odessa und
selbstverständlich Czernowitz im Programm. Wichtigstes soziales
Anliegen ist im neuen Jahr die Umwandlung des einzigen Buchenländer
Seniorenheimes in Darmstadt, ein Gemeinschaftswerk der Landsleute, in
eine Stiftung zwecks Erhalt des Heimes im Sinne der Gründer auch künftig
hin.
Im- Unterschied zu den
jüngeren landsmannschaftlichen Verbänden in der Bundesrepublik, wo
Probleme der Integration
Im Vordergrund stehen oder bei anderen Fragen der Entschädigung, sind
für den Verband der Bukowiner die kulturellen und sozialen Aktivitäten
Hauptanliegen, die Pflege des Gemeinschaftsgeistes, die
Identitätsförderung, die Aufarbeitung der Vergangenheit, neuestens immer
mehr die Suche nach den Wurzeln und Pflege der Beziehungen zu den
Menschen in der „alten" Heimat sowie zu den Bukowinern in aller Welt. In
Zusammenarbeit mit den befreundeten Körperschaften soll weiter versucht
werden, der jüngeren Generation das Wissen über die alte und neue
Bukowiner Gemeinschaft zu vermitteln. Dafür kommt es auch künftig auf jeden Einzelnen an,
weil die Zahl der Zeitzeugen inzwischen stark zurück gegangen ist. Guter
Zusammenhalt und Solidarität sind in diesem Jahr weiterhin gefragt, um
die Zielsetzungen zu bewältigen. Und mehr Werbung ist in alle Richtungen
zu machen, für den Verein, die Zeitung, das Institut, das Seniorenheim
und das Hilfswerk Schwaben-Bukowina, denn es gibt noch viele
Landsleute, die deren Tätigkeit und diese Ziele nicht kennen.
In diesem Sinne wünschen wir
allen Freunden, Helfern und Mitstreitern viel Glück, Erfolge und
Zufriedenheit.
Luzian Geier - Der Südostdeutsche Nr. 1 vom 20.01.2010 -
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