Bukowina im Ersten Weltkrieg

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Bukowina im Ersten Weltkrieg

Die Bukowina im Ersten Weltkrieg


Schon zu Beginn des Ersten Weltkrieges konnte die Bukowina aufgrund der Verlegung aller größeren österreichischen Militäreinheiten an entscheidende Brennpunkte der Habsburger Monarchie dem Ansturm der Russen nur mit bescheidenen Kräften begegnen. Durch einen erfolgreichen Kleinkrieg gelang es dem Chef der Gendarmerie, Oberstleutnant Eduard Fischer, mit seinen Einheiten die Angreifer über die wirkliche Stärke der Österreicher zu täuschen und sie erfolgreich zu behindern. Durch Einbeziehung Freiwilliger aller größeren Volksgruppen der Bukowina konnte er die Anzahl der Verteidiger bedeutend stärken. Eine seiner Hauptaufgaben war, das Vordringen der Russen in die Südbukowina und über die Karpaten nach Siebenbürgen zu verhindern. Zweimal (1914 und 1916) besetzten die russischen Truppen die Bukowina und zweimal (1915 und 1917) wurden sie zurückgeworfen.


Insbesondere die Nordbukowina, deren Hauptstadt Czernowitz allein dreimal unter russischer Besetzung stand, wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. “Die Tendenz war, speziell die jüdische Bevölkerung physisch, moralisch und materiell zu dezimieren.” (10) S. 285 – Mit der 5. Kavalleriedivision griffen erstmals deutsche Truppen in die Kämpfe ein. “Im August 1916 konnte Rumänien mit den Alliierten einen Vertrag aushandeln, nach dem im Falle eines Sieges der Entente die Süddobrudscha, Siebenbürgen, das Banat und die Bukowina bis zum Pruth, einschließlich der Stadt Czernowitz, Rumänien zufallen sollten. Daraufhin erfolgte am
23. August 1916 der Kriegseintritt Rumäniens. Die Versuche rumänischer Truppen, aus der nördlichen Moldau in die Bukowina einzudringen und so den Anschluss an die Russen in der Nordbukowina herzustellen, scheiterten an ihrer unzureichenden Ausrüstung. Entscheidend für die Erfolge österreichischer, deutscher und ungarischer Einheiten im Raum Dornawatra war der aufopfernde Kampf zweier Bataillione der 10. Bayerischen Division bei Ciocăneşti, die den russischen Großangriff vom 23. August 1916 auffangen konnten.” (10) S. 286 

Die andauernden Widerstände der Allianz und schließlich der Beginn der russischen Revolution im März 1917 destabilisierten die Kräfte der russischen Armeeeinheiten und führten am 9. Dezember 1917 zur offiziellen Waffenstillstandsvereinbarung mit Russland. Im Februar 1918 räumten auch die rumänischen Truppen aufgrund einer österreichisch-rumänischen Verständigung die Südbukowina.  (9) sh. S. 154

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