Die heutigen Bewohner der Bukowina

Bukowinafreunde - Verbindungsplattform für Buchenlanddeutsche, deren Nachkommen und an der Bukowina Interessierte weltweit

Die heutigen Bewohner deutscher Nationalitätin der Nord- und Südbukowina

Derzeit dürften in der Südbukowina einschließlich der Nachkommenschaft nur noch wenige Tausend Deutsche (Stand 2009) leben, während die entsprechende Zahl in der Nordbukowina bei wenigen Hundert liegt. Einige sind entweder 1940 nicht umgesiedelt oder – bereits nach Umsiedlung – im Verlauf der Kriegsereignisse aus östlichen Teilen Deutschlands in die Bukowina rückgeführt worden, ohne Erstattung ihres früheren Eigentums. Andere sind nach der Deportation aus Sibirien zurückgekehrt. Nach der politischen Wende von 1989/1990 schlossen sich die noch in der Südbukowina lebenden Deutschen im innerhalb Gesamtrumäniens gebildeten Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien (DFDR)“ zusammen. Ehemalige Kultureinrichtungen wurden den deutschen Vereinen zum Teil zurückerstattet. Die früheren deutschen Kirchengemeinden wurden mit deutscher und internationaler Hilfe teilweise wieder aufgebaut. Gebäude und Einrichtungen der deutschen Foren wurden mit bescheidenen eigenen Mitteln wieder in Betrieb genommen. Hier fehlt es noch an vielem. Gute deutsche Literatur ist noch recht spärlich vorhanden oder sie ist nicht benannt. Das in der Südbukowina bestehende Regionalforum Buchenland befindet sich in der Stadt Suceava. In Radautz besteht ein Verein der Buchenlanddeutschen Radautz.

In der Nordbukowina ist der „Österreichisch-Deutsche Kulturverein“ im Czernowitzer Deutschen Haus ein wichtiger Ansprechpartner. Im Jahr 2010 bestand das Haus an der Herrengasse 100 Jahre seit seiner Eröffnung. Hier stößt man bei Besuchen des öfteren auf deutschsprachige Touristen und Studenten oder Dozenten der Universität Czernowitz. Letztere sind an kulturellen Kontakten und der deutschen Sprache interessiert.

Viele der noch in der Bukowina lebenden Deutschen sind Mitglieder dieser Vereinigungen und pflegen, zum Teil mit ihren einheimischen Ehepartnern und Nachkommen, die deutsche Sprache und das deutsche kulturelle Erbe. Es finden regelmäßige Treffen statt. Auch Angehörige anderer Volkszugehörigkeit sind als Gäste willkommen und nehmen die Kontakte gerne wahr. In Gesangvereinen werden Volks- und Kirchenlieder der Bukowina gesungen. Der Besuch des Gottesdienstes ist vielen eine Herzensangelegenheit und fördert die gegenseitigen Verbindungen.

In all diesen Kreisen wird, ganz im Sinne des bukowinischen Geistes, gegenseitige praktische Hilfestellung geleistet. Die Deutschen in der Bukowina interessieren sich sehr für die Ursprungsheimat ihrer Vorfahren, sie sind sehr gastfreundlich, treten aber eher zurückhaltend auf. Es bestehen keinerlei Integrationsprobleme. Die Deutschen besitzen keinen Sonderstatus und müssen mit den dort üblichen Lebensbedingungen zurechtkommen. Rentner und chronisch Kranke können mitunter die Unterstützung von dritter Stelle gut gebrauchen.

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