Literaturempfehlungen

Bukowinafreunde - Verbindungsplattform für Buchenlanddeutsche, deren Nachkommen und an der Bukowina Interessierte weltweit

Empfehlungen Bukowina Literatur

Die nachfolgend angesprochenen  Bücher stellen eine persönliche Auswahl dar. Sie erscheinen mir dennoch für einen ersten Einstieg und gegebenenfalls eine  Vertiefung in die Thematik „Bukowina“ und „Czernowitz“ als geeignet.

Sollten die Bücher am freien Markt oder seitens der landsmannschaflichen Gliederungen  nicht mehr lieferbar sein, verweise ich auf die Bibliothek des Bukowina – Instituts, bei der unter bestimmten Voraussetzungen auch manche Bücher ausgeliehen werden können, oder Suchmöglichkeiten im Internet. Auch der Gedanke, in Einzelfällen eine kostenpflichtige kurze Suchanzeige in der Zeitung  „Der Südostdeutsche“ aufzugeben,  ist nicht abwegig.

Zum Einstieg für Nostalgiker empfehle ich den Reprint eines Klassikers

1)              „Illustrierter Führer durch die Bukowina“

herausgegeben von Hermann Mittelmann (Czernowitz 1907/1908)
neu herausgegeben von Helmut Kusdat, Wien 2001
mit Unterstützung der Österreichischen Kulturvereinigung und des Österreichisch – Ukrainischen Kooperationsbüros in Lemberg
Mandelbaum Verlag Wien, 148 Seiten – ISBN: 3-85476-48-5

Auszug aus dem Vorwort des Herausgebers:

„- – – – –   Ich habe mich bemüht, von allem, was im Lande den Fremden interessieren könnte, wenn auch nur in knappen Zügen, ein erschöpfendes Bild zu entwerfen. Weder die Geschichte des Landes, noch seine landschaftlichen Schönheiten, weder die Klöster und Kirchen, noch die Wallfahrtsanstalten sind vergessen worden. Es ist ein Wegweiser, der zwar mit lokalpatriotischer Begeisterung von Stadt zu Stadt, von Berg zu Berg den Gast wie den Einheimischen begleiten wird, – – – – – -„

Czernowitz, im Mai 1907

Ein schönes, gut fassbares Werk, das die Leser in die Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts entführt. Doch ist es kein Reiseführer, der auf die heutigen Lebenswirklichkeiten in der zwischen der Ukraine und Rumänien geteilten Bukowina eingeht.

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Das nächste Buch, das von einem exzellenten Kenner der  Materie verfasst wurde, trägt den Titel

2) a                   „Vom Moldauwappen zum Doppeladler“
Verfasser:  Rudolf Wagner 

herausgegeben von Paula Tiefenthaler und Adolf Armbruster im Auftrag der Landsmannschaft der Buchenlanddeutschen (Bukowina) e. V., (Augsburg 1991)
Hofmann – Verlag  Augsburg, 625 Seiten – ISBN: 3-922865-37-2

Teile des Inhalts u. a.:
Die Buchenlanddeutschen                                   ( 134 Seiten )
Die Bukowina und ihre Völkergruppen              (  69  Seiten )
Die Landeshauptstadt Czernowitz                      (   52 Seiten )
Die Universität Czernowitz                                 (  72  Seiten )

Archivdokumente und Quellen
zur Geschichte der Bukowina                             ( 195 Seiten )

Ein Basiswerk für Buchenlanddeutsche und deren Nachkommen!

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Für Geschichtsbeflissene, die ihre Kenntnisse noch weiter vertiefen wollen und sich für übergeordnete Gesamtzusammenhänge interessieren, sei ergänzend auf folgendes Buch hingewiesen:

2) b „Galizien   Bukowina   Moldau“   Deutsche Geschichte im Osten Europas

herausgegeben von Isabel Röskau-Rydel (Berlin 1999)
Siedler Verlag Berlin, 543 Seiten  — ISBN: 3-88680-781-9

Aus der Einführung von Isabel Röskau-Rydel:
„- – – – – – -Das Buch ist den nördlich und östlich der Karpaten liegenden peripheren Kronländern der Habsburger Monarchie gewidmet, nämlich Galizien, der Bukowina und der an diese grenzenden Moldau, einem Land zwischen den Flüssen Pruth und Dnjestr. Galizien und die Bukowina haben in der letzten Zeit an allgemeinem Interesse gewonnen. Dies ist sowohl auf die umwälzenden Ereignisse der Jahre 1989 bis 1991 zurückzuführen, die einen Neuanfang in diesem Teil unseres Kontinents eingeleitet haben, als auch auf die anhaltende Attraktivität der Forschungen zur Geschichte,  Kultur und „Mythologie“ des Habsburgerreiches. Die Anziehungskraft dieses Forschungsobjekts liegt vor allem darin, dass die Habsburgermonarchie  – gesehen aus einer ferneren zeitlichen Perspektive – als relativ erfolgreicher Versuch des Zusammenlebens verschiedener Völker mit verschiedenen Sprachen und Konfessionen betrachtet werden kann, und zwar vor allem auf dem Hintergrund jener Trümmer, die das zu Ende gehende Jahrhundert der totalitären Ideologien und des Nationalsozialismus in diesem Teil Europas hinterlassen hat. Galizien und die Bukowina spielen unter diesem Aspekt eine ganz besondere Rolle, weil in ihrer Geschichte die Vorteile und die Risiken der Habsburgermonarchie so deutlich zum Vorschein kommen. – – – – -„

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Ebenfalls ergänzend möchte ich ein weiteres interessantes Buch nennen:

2) c „Buchenland – Hundertfünfzig Jahre Deutschtum in der
          Bukowina –“

Band 16 „Veröffentlichungen des Südostdeutschen Kulturwerks „ Reihe B, Wissenschaftliche Arbeiten

Herausgegeben von Franz Lang  (München 1961)
Südostdeutsches Kulturwerk München, 527 Seiten
Sachliches Gesamtbild der deutschen Volksgruppe – ausgewogene Beiträge –

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Das nächste Buch beleuchtet Czernowitz, die ehemalige Hauptstadt der Bukowina, nicht nur aus dem Blickwinkel der Deutschen, sondern aus der Sicht der fünf größten Ethnien des Landes. Der Titel lautet

3)  „Czernowitz“ – Die Geschichte einer ungewöhnlichen Stadt –

herausgegeben von Harald Heppner (Weimar, Wien, Köln 2000), gedruckt mit Förderung des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung in Wien                       

Böhlau – Verlag  Weimar, Wien, Köln, 224 Seiten – ISBN: 3-412-04900-X
Das Werk gliedert sich wie folgt:
Czernowitz im städtegeschichtlichen Vergleich
sowie in der Vergangenheit und Gegenwart
Czernowitz im Blickwinkel der Völker

Zu Wort kommen Hochschullehrer aus der Ukraine, Rumänien, Deutschland, Israel und Polen –

 Erweiterte Blickwinkel
Ein interessantes Werk, das den großen Ethnien der Bukowina ein  gleichberechtigtes Forum gibt und zum besseren Verständnis der Verhältnisse beiträgt.

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Ein sehr feines, auch farblich reich illustriertes Werk ist das Buch

4) a           „Czernowitz“ – Eine Stadt im Wandel der Zeit –

Herausgegeben von Irma Bornemann,  Paula Tiefenthaler und Rudolf Wagner (München, Stuttgart, 1988)

Die Herausgabe dieses Buches wurde vom Bundesinnenministerium/Bonn gefördert.
Landsmannschaft der Buchenlanddeutschen (Bukowina) e. V.
Verlag „Der Südostdeutsche“, München, 210 Seiten

Man sollte dieses Buch unbedingt besitzen.

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Zusätzlich:

Wer gern alte Photographien und Bilder liebt, kann sich folgenden Bildband besorgen:

4) b                   „Czernowitz und die Bukowina  1890 – 1910“

Herausgegeben von Helfried Seemann und Christian Lunzer, (Wien 2001)
Verlag und Herausgeber danken Herrn Helmut Kusdat für viele Hinweise, Ratschläge und für Reproduktionsgenehmigung von Bildern seiner Sammlung
ALBUM, Verlag für Photographie Helfried Seemann und Christian Lunzer OEG, Wien – 2 Seiten Text, 126 Photos  –  ISBN: 3-86164-107- 8

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Für Literatur-Liebhaber sei noch ein Schmankerl erwähnt:

5)                              „Literaturstadt Czernowitz“

Gemeinsames Buchprojekt von Petro Rychlo und Oleg Ljubkiwskyj (Czernowitz 2007)

Literarisches Konzept, Textauswahl, Vorwort, Dichterbiographien von Petro Rychlo
Künstlerisches Konzept, Design des Buches, illustratives Material
von Oleg Ljubkiwskyj
Projektkoordination: Bernd Böttcher

Das Projekt des Bukowina – Zentrums „Literaturstadt Czernowitz“ mit Ausstellung und Textband wurde gefördert von der Deutschen Botschaft Kiew, der Robert Bosch Stiftung und  der Georg-Drozdowski-Gesellschaft in Klagenfurt/Kärnten
Bukowina – Zentrum Czernowitz, 231 Seiten

Zum Inhalt:

In ansprechender, lebendiger Form, ergänzt durch dezente, ausgewählte Illustrationen, werden 28 Literaten der Bukowina mit jeweiligem Portrait, Lebenslauf und Leseprobe vorgestellt. Ein Leckerbissen für Literaturliebhaber.

Um in Besitz dieses Werkes zu kommen, werden sich Interessenten wahrscheinlich mit dem Germanisten Professor Dr. phil. Petro Rychlo, Dozent am Lehrstuhl für  fremdsprachliche Literatur der Nationalen Jurij – Fedkowytsch – Universität in Czernowitz (Ukraine) in Verbindung setzen müssen.

Anschrift:  Herrn Professor Dr. phil. Petro Rychlo,  per adr. Jurij – Fedkowytsch – Universität Tscherniwzi, Philologische Fakultät, wul. Kotzjubynskoho  2,  UA – 58012 Tscherniwzi, Ukraine –

Herrn Professor Dr. phil. Petro Rychlo wurde insbesondere für die Übersetzung und Erforschung der deutschsprachigen Literatur und ihre Popularisierung in der Ukraine im Jahr 2012 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

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Abschließend sei noch auf die von Nachkommen der Buchenlanddeutschen 2009 ins Leben gerufene Plattform bukowinafreunde.de hingewiesen.

Die Internetplattform www.bukowinafreunde.de bietet – insbesondere mit ihren Abschnitten „Geschichte der Bukowina“,  „Czernowitz – Heimat vieler Nationalitäten“, „Bildung und Toleranz in der Bukowina“, sowie vielen zusätzlichen interessanten Hinweisen, u. a. zur Familienforschung eine Reihe von kompakten Informationen.

Viel Erfolg und Freude bei Ihren Bemühungen, die Bukowina aktiv kennen zu lernen !

Emilian Fedorowytsch – Deutschland im Januar 2013 –   (Aktualisiert: 02. Dezember 2015)

Nachträglich erschienen:

                      „Die Deutschen aus der Bukowina“

– Herkunft – Umsiedlung/Flucht – Neubeginn –

Herausgegeben von Ingrid Nargang (Wien 2013)
Verlag: Eckartschriften Wien – Österreichische Landsmannschaft – – 112 -Seiten – ISBN: 978-3-902350-47-3

Ein interressantes Büchlein, in dem neben der Bukowina in österreichischer Zeit speziell auf die rumänische Zeit, die Umsiedlung und die rechtliche und soziale Lage der buchenlanddeutschen Umsiedler in Österreich sowie die landsmannschaftliche Entwicklung eingegangen wird.

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