Bukowina – Quiz

Bukowinafreunde - Verbindungsplattform für Buchenlanddeutsche, deren Nachkommen und an der Bukowina Interessierte weltweit

Testen Sie ihr Wissen über die Bukowina

Die nachfolgenden Fragen geben Ihnen die Gelegenheit, Ihr Wissen und Ihre Kenntnisse über die vorösterreichische, die österreichische und die rumänische Periode der Bukowina zu prüfen. Inhaltlich ergeben sich die Antworten chronologisch aus dem geschichtlichen Teil dieses Buches bzw. des Internetportals www.bukowinafreunde.de. Wenn Sie das Gefühl haben, zu wenig über die Heimat der Buchenlanddeutschen zu wissen, dann nehmen Sie sich etwas Zeit zum Lesen. Es verleiht ein gutes Gefühl, zu wissen, wie und in welchem Umfeld  die Vorfahren der heutigen Nachfolgegenerationen der Buchenlanddeutschen lebten.

Viel Freude beim Einstieg in die Geschichte der Bukowina!

Die vorösterreichische Periode

Beschreiben Sie die geographische Lage der bis 1940 ungeteilten Bukowina.

Welche Bedeutung hat die dem Ostslawischen entlehnte Bezeichnung Bukowina?

Haben Sie eine ungefähre Vorstellung von der flächenmäßigen Größe des seinerzeitigen Gebietes?

Zum Gefüge welchen Reiches gehörte das Bukowiner Gebiet bereits lange vor der mehr als  650 Jahre zurückliegenden Gründung des früheren Fürstentums Moldawien?         

In welchem Jahr wurde – ausgehend vom Bukowiner Boden –  das Fürstentum Moldawien gegründet und wer war der Gründer?   

Um sich gegen die Bedrohung durch die Türkei und Ungarn zu schützen stellte sich Moldawien für einen Zeitraum  von rund 100 Jahren unter den Schutz Polens. In welchem Jahr leistete Moldawien Polen gegenüber den Treueeid?

Welcher Metropolie war die Kirche des Fürstentums Moldawien bis Anfang des 15. Jahrhunderts unterstellt?

Von welchem Jahr an bestand eine selbständige Metropolie Suceava?

Nennen Sie zwei der machtvollsten und berühmtesten Wojewoden (Herrscher) Moldawiens aus dem 15. Jahrhundert.

In einer in kirchenslawischer  Sprache verfassten Urkunde gewährt Moldawien Lemberger Kaufleuten Privilegien beim Warentransport durch moldawische Städte.  In diesem sich an die damalige ukrainischen Sprache anlehnenden Dokument wird die an einer Furt gelegene Stadt Cernivci erstmals urkundlich  mehrmals erwähnt. In welchem Jahr wurde die Urkunde ausgefertigt?  

Worauf sind die alten engen ukrainisch – moldawischen, d. h. ukrainisch – rumänischen Beziehungen jener Zeit insbesondere zurückzuführen?

Um sich gegen neue Ansprüche Ungarns abzusichern wandte sich Moldawiens Wojewode Bohdan III. an die Türkei um Hilfe und anerkannte deren Oberhoheit über die Bukowina. Von welchem Jahr an unterstand Moldawien und damit auch die Bukowina der Oberhoheit der Türkei?

Welche konkreten Folgen hatte dies für das Fürstentum Moldawien? Versuchen Sie mehrere Gründe zu nennen.

Nach Verlegung des moldawischen Regierungssitzes von Suceava nach der außerhalb der Bukowina liegenden Stadt Iasi wurde der Einfluss, den die damalige ukrainische Sprache und Kultur bei Hofe, in der Kirche, in den Schulen und allen Publikationen hatte, in immer stärkerem Maße von der rumänischen Sprache verdrängt. In welcher Hälfte welchen Jahrhunderts hatte die rumänische Sprache die ukrainische gänzlich abgelöst?

Worauf richtete das im 15. Jahrhundert an der unteren Donau gegründete ukrainische Kosakentum, das sich Mitte des 16. Jahrhunderts in eine organisierte Formation wandelte, sein anfängliches Augenmerk?

Worum bemühten sich diese Kosakenformationen später?

In der zweiten Hälfte  des 18. Jahrhunderts machte sich die schwindende Stärke des Osmanischen Imperiums, wie auch die Schwächung Polens bemerkbar.     

Welche zwei Großmächte schoben sich stattdessen in den Vordergrund?

Welches Ziel verfolgte Zarin Katharina II. mit dem 1768 erneut begonnenen Krieg gegen  die Türkei?

Die österreichische Periode

In welchem Jahr annektierte Österreich, das zwischen den kämpfenden Parteien Russland und der Türkei vermittelte, die Bukowiner Gebiete?

Welches waren die Gründe dafür?

In welchem Jahr unterzeichneten die Türkei und Österreich die Abgrenzungsurkunde von Balamutka, in der alle Grenzen des Österreich   zugefallenen Gebietes abgesteckt und anerkannt wurden und in der Österreich dem  Territorium die bereits im 14. Jahrhundert zu findende Bezeichnung „Bukowina“  nunmehr offiziell gab?

Nennen Sie fünf Ethnien, die bereits 1774 in der Bukowina ansässig waren.

Wie viele Bewohner wies die Bukowina 1774 in etwa auf?

Welcher Wirtschaftszweig der Bukowina dominierte bis zum Beginn der österreichischen Ära?

Welcher gemeinsamen Kirche gehörte die überwiegende Mehrheit der Landesbewohner an, zu der neben den Rumänen auch die Ukrainer zählten?

Welche Stadt wurde nach Übernahme der Bukowina durch Österreich zur Hauptstadt des Landes ausgebaut ?

Wie viele Jahre währte die anfangs gebildete Militärregierung in der Bukowina unter den Generälen Gabriel Freiherr von Spleny und seinem Nachfolger Karl Freiherr von Enzenberg?

Nennen Sie mindestens drei organisatorische Leistungen, die seitens der Militärregierung vollbracht wurden.

Wie entstand der „Griechisch-Orientalische Religionsfonds“ (Anmerkung: seinerzeitige amtliche Bezeichnung für den griechisch-orthodoxen Religionsfonds) und welches waren seine Hauptaufgaben?

Von wo stammten die deutschen Kolonisten, die im Verlauf der ersten Jahrzehnte der österreichischen Herrschaft in der Bukowina angesiedelt wurden?

Wer war der Begründer des modernen und sozialfürsorglichen Bergbaus in der   Bukowina?

Welches war in der österreichischen Periode sowohl die Amtssprache als auch die Umgangssprache zwischen den Minderheiten in der Bukowina?

Welche Wirkung hatte der Aufbau der im militärischen Auftrag betriebenen Pferdezucht  am Gestüt Radautz auf die Bevölkerung des Landes?

Welcher war der größte Wirtschaftsbetrieb in der Bukowina?

1786 wurde die Bukowina aufgrund kaiserlicher Verfügung und gegen den Mehrheitsbeschluss der Bevölkerung verwaltungsmäßig mit Galizien vereinigt ( Die Hauptstadt Galiziens war Lemberg, die Amtssprache des Landes war Polnisch ), allerdings als eigener Kreis. Dies wirkte sich sehr hemmend auf die weitere Gesamtentwicklung der Bukowina aus. In welchem Jahr errang die Bukowina den Status eines autonomen Kronlandes mit dem Titel eines Herzogtums?

Wer gab den Anstoß zu dem sich in der Bukowina schon sehr lange regenden Wunsch nach Abspaltung von Galizien und Gründung eines selbständigen Herzogtums?

In welchem Jahr konstituierte sich der 1. Bukowiner Landtag?

Nach dem 4. Prager Friedensschluss, der den für Österreich nicht erfolgreichen Krieg gegen Preußen abschloss, anerkannte Österreich die Auflösung des Deutschen Bundes und erklärte sich mit der Neuausrichtung Deutschlands ohne eigene Beteiligung einverstanden. Um welches Jahr geht es?

In welchem Jahr erhielten die Orthodoxen der Bukowina mit dem Erzbistum Czernowitz, dem alle Orthodoxen der im Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder unterstellt waren, eine völlig unabhängige Institution?

In welchem Jahr wurde die östlichste deutschsprachige Universität in Czernowitz, die „Francisco – Josephina“  gegründet?

An welcher Fakultät wurden für den praktischen Teil die rumänische und die ukrainische Unterrichtssprache zugelassen?

Nennen Sie zwei wichtige Auswirkungen, die die an der Universität angesiedelte orthodoxe Theologische Fakultät auf das benachbarte Ausland hatte.

Welches waren die Gründe für die verstärkte zusätzliche Einwanderung bereits im Lande befindlicher Ethnien in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts?

Nach welchen Gesichtspunkten erfolgten die österreichischen Volkszählungen, nach der Umgangssprache der einzelnen Ethnien oder nach der Volkszugehörigkeit?

Ergänzende Fragen zum geschichtlichen Gesamtverständnis:

Wann schlossen sich die Fürstentümer Moldawien und die Walachei zum selbständigen Staat Rumänien zusammen?

In welchem Jahr erlangte Rumänien nach erfolgreich gewonnenem Krieg gegen die Türkei seine Unabhängigkeit?

In welchem Jahr wurde das Königreich Rumänien ausgerufen?

Wer war der erste König Rumäniens?

Ab wann begann unter der Bevölkerung der Bukowina das Nationalbewusstsein der Ethnien deutlich zu wachsen?

Warum gründeten die Deutschen der Bukowina im Jahre 1897 den „Verein der Christlichen Deutschen“?

Was kann man dem vom Lehrer Moses Fuhrmann erstellten „Schematismus der Bukowiner Volksschulen und Lehrer pro 1904“, in dem 1.400 Lehrer namentlich aufgeführt sind, sehr schön entnehmen?

Welche Bedeutung hatte der am 26. Mai 1910 im Bukowiner Landtag in Kraft getretene sogenannte „Nationalitätenausgleich“ und zu was trug er bei?

Czernowitz entwickelte sich auch zu einer größeren Garnisonstadt. Nennen Sie das wohl bekannteste Militärregiment der Bukowina.

Welche war eine der Hauptaufgaben, die der Chef der Gendarmerie, Oberstleutnant Eduard Fischer, mit seinen Einheiten bei der Verteidigung der Bukowina im Ersten Weltkrieg zu bewältigen hatte?

Wem übergab Josef Graf Ezdorf, der damalige letzte Landespräsident, am 6. November 1918 – auf Druck – die Macht in der Bukowina?

Die rumänische Periode

Welche Truppen besetzten nach dem verlorenen Krieg Österreichs ab 7. November 1918 die Bukowina?  (Einmarsch in Czernowitz: 11. November 1918)

An dem „Generalkongress der Bukowina“, am 28. November 1918, auf dem die Entscheidung zur „bedingungslosen und dauerhaften Vereinigung der Bukowina mit dem Königreich Rumänien“ stattfand, nahmen zwei Ethnien, die zusammen alle anderen Nationalitäten des Landes zahlenmäßig  überwogen, nicht teil. Welche Ethnien waren das?

Auf welcher Friedenskonferenz verzichtete Österreich aufgrund des Artikels 59 auf seine Rechte in dem Gebiet des ehemaligen Herzogtums Bukowina?

Wer bestätigte am 10. August 1920 in Sevres (Frankreich) die endgültige Anerkennung der Zugehörigkeit der gesamten Bukowina zu Rumänien?

In dem von den Rumänen eingeführten Ausnahmezustand wurden die Kriegskommandanten zu Alleinentscheidenden mit unbegrenzten Rechten. In welchem Jahr trat der Ausnahmezustand in Kraft und wann wurde er beendet?

Berücksichtigt man, dass die ungarischen Teile der Donaumonarchie, Siebenbürgen und Banat, Rumänien zugeschlagen wurden und sich auf diese Weise die Möglichkeit ergab, sich mit den dort lebenden Deutschen eventuell zusammenzuschließen, im Osten dagegen Revolution das Geschehen bestimmte, so scheinen die Gründe für die Zustimmung der Buchenlanddeutschen zum Anschluss an Rumänien verständlich zu sein, zumal ihnen vor Vertragsunterzeichnung am 28. November 1918 die Erfüllung fast aller ihrer Wünsche und Forderungen zugesagt wurde. Hat Rumänien diese Verpflichtungen erfüllt?

Welche Politik verfolgte Rumänien im Verlauf seiner Herrschaft bis 1940 in Bezug auf die Ethnien der Bukowina?

Wodurch verlor die Czernowitzer Universität nach 1918 ihr freies und übernationales Gepräge?

Wem war es zu verdanken, dass an der Czernowitzer Universität die Studentenkorporationen der Deutschen, Ukrainer, Juden, Rumänen und Polen bis 1938, dem Beginn der Diktatur König Carols II., erhalten blieben?

Was war der Anlass für die im Gefolge des „Molotow/Ribbentrop – Abkommens“ ausgehandelte Umsiedlung der Buchenlanddeutschen in das Deutsche Reich?

Welche Instanzen waren bei der einvernehmlichen Durchführung der Umsiedlung aus der Nordbukowina eingesetzt?

Wie verlief die Durchführung der Umsiedlung aus der Südbukowina?

Haben Sie eine Vorstellung davon, wie viele Personen in den letzten Monaten des Jahres 1940 im Rahmen der Umsiedlung der Buchenlanddeutschenaus der Bukowina umgesiedelt wurden?

Aus welchem Grund schloss sich Rumänien 1941 dem Angriff der Achsenmächte gegen die Sowjets an?

In welchem Jahr musste Rumänien auf die Nordbukowina endgültig verzichten?

Anmerkung: Die in Kursivschrift aufgeführten Fragen zählen zum Kreis der Fragen mit erhöhten Anforderungen.

Ergänzende spezielle Zusatzfragen

Versuchen Sie die folgenden drei Fragen im Internet oder anhand anderer Quellen herauszufinden. Die Antwort finden Sie nicht im Geschichtsteil des Portals der „bukowinafreunde.de“ und auch nicht in diesem Buch.

Bereits 1838 erklärte der Bukowiner Erzbischof Eugen Hakman (Amtszeit 1835 – 1873) das Ruthenische (Ukrainische) zur weiteren Amtssprache innerhalb der Diözese. In welchem Jahr wurde diese Entscheidung nochmals, dieses Mal amtlich, bestätigt?

Noch bis weit in die  Zeit der österreichischen Periode hinein bedienten sich die Rumänen des kyrillischen Alphabets. Wann und von wem wurde die phonetische rumänische Schreibweise eingeführt?

Bis zu welchem Jahr stellte das Haus Hohenzollern die rumänischen Könige?

Emilian Fedorowytsch  – Deutschland im Mai 2013
(Aktualisiert: 20. Januar 2016)

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