Rückblick auf das Leben von Josif Otto Exner

Josif Otto Exner

In Suceava 2019:
links und rechts Maria Gherighiu und und ihr Bruder Otto Exner
In der Mitte die Bukowinafreunde – links Alfred Wanza, rechts Emilian Fedorowitsch

Rückblick auf das Leben von Josif Otto Exner

 Die frühe Entwicklung:

05.03.1953 – ein „trauriger“ Tag für die gesamte kommunistische Welt, der Verlust von Josif (was für ein Zufall?) Vissarionovic Djugašvili STALIN (was Mann aus Stahl bedeutet); es wurde vermutet, dass er vergiftet wurde. Doch derselbe Tag ist ein Tag voller Freude für Rosa Exner, geborene Kohl, die ihren Sohn Josif Otto Exner zur Welt bringt.

Nachdem Josif Otto Exner zwei Jahre lang mit einem Fleck an seiner Lunge im Krankenhaus lag, weil damals Menschen an Tuberkulose starben und damit die schrecklichsten Erinnerungen an diese Zeit verbunden sind, ging er in den Kindergarten. Trotz der Mangel und Nöte in dieser Zeit taten seine Großmutter und Mutter alles in ihrer Macht stehende, damit sie nicht leiden mussten. Danach besuchte Otto Exner die Generalschule Nr. 3 in Suceava, die er am 10.06.1968 mit einem Abschluss verließ. Danach folgte der Besuch der Theoretischen Oberschule Nr. 2 „Petru Rareș“ in Suceava, den er am 30.08.1972 beendete. In der Kindheit hatte er ein schönes und unbeschwertes Leben. Er spielte mit den Kindern der Nachbarschaft und ging zum Baden in die Suceava-Gewässer. In dieser Zeit gehörten den Kindern sämtliche Obstgärten der Nachbarn. Nach Abschluss des Lyzeums arbeitete Otto Exner 45 Jahre lang als angestellter  Landvermesser beim Kreisinstitut für Proiectierung in Suceava. In der Zeit absolvierte er ein fast zwei Jährigen Militärdienst. Er liebte die Arbeit, auch weil er auf den beruflichen Reisen andere Menschen und andere Orte kennenlernte und viel Zeit in der Natur und in den Bergen verbrachte. Otto Exner fühlte sich wie ein freier Mensch, weil er seine Arbeit in der freien Natur verrichteten konnte.

Die Gründung der Foren:

In den 45 Jahren nach der sogenannten „Revolution“ von 1989 fuhr er am 17.08.1990 nach Sibiu/Hermannstadt zum Sitz des neu gegründeten Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien und unterhielt sich mit dem Vorsitzenden Thomas Nägler, der ihm die Rahmensatzung des DFDG (Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien)  überreichte und eine Empfehlung für der Kreispräfektur Suceava ausstellte, die für die Deutschen in Rumänien als geeignetes Hauptquartier in Frage kam. Als das Demokratische Forum der Deutschen in Suceava gegründet wurde, wurde Josif Otto Exner zum Vorsitzenden gewählt, bis das Forum 1996 einen aus BMI-Mitteln gekauften eigenen Sitz erhielt. Die Sitzungen des Vorstands fanden in dieser Zeit bei ihm zu Hause statt. Die Treffen mit den Mitgliedern des Forums im Hauptsitz der Kreisinstitute fanden im Sitzungsraum seines Arbeitgebers statt.  Otto Exner fuhr in dieser Phase mit dem Zug von Sibiu, wo er von den Treffen des Demokratischen Forums der Deutschen in Siebenbürgen/Regionalforum kam und die Reise in Vatra Dornei, in Campulung und in Gura Humorului unterbrach, wo es ihm gemeinsam mit der  römisch-katholischen Kirche gelang mit den Deutschen in diesen Orten in Kontakt zu treten. Danach wurden hier die lokalen Foren gegründet. Nachdem das  Demokratische Forum der Deutschen in Suceava angegliedert war, reiste er mit dem Bus nach Rădăuți und Siret, wo auch Lokalforen gegründet wurden. Der Wunsch von Präsidentin Astrid Agache des Demokratischen Forums in Iași ein Regionalforum „Nordmoldawien“ zu gründen, war für die Bukowinadeutschen inakzeptabel. Mit Zustimmung des Präsidenten Thomas Nägler wurde das Regionalforum in Bukowina gegründet, weil nach Meinung der Deutschen in der Bukowina die Bukowina eine historische Region ist. Auch wollten sie ihre Identität nicht verlieren. Nach der Gründung des Regionalforums Bukowina wurde Otto Exner zum Vorsitzenden gewählt. Im Jahr 1996 wurde das heutige Gebäude mit dem Hauptsitz des Regionalforums der Buchenlanddeutschen mit Mitteln der Bundesregierung erworben.

Die Gründung der ACI-Stiftung:

Am 05.03.1997 gründete das Regionalforum Bukowina in Suceava ebenfalls die Vereinigung für internationale Zusammenarbeit Bukowina, deren Geschäftsführer ebenfalls Otto Exner wurde. Vor dieser Zeit wurden die Projekte der KMU in der Bukowina von der SAXONIA-Stiftung in Brașov/Kronnstadt verwaltet und finanziert. Weil der FDG Bukowina die Gelderstattungen der KMU für die Bukowina nicht bekannt waren, hat man sich entschlossen eine eigene Stiftung in Leben zu rufen. Nach Übernahme der Projekte in der Bukowina von der SAXONIA-Stiftung durch der AICI Bukowina, deren Geschäftsführer Otto Exner wurde, wurde eine Finanzierung aus Rückflussmitteln erreicht, die die Finanzierung aus direkten Mitteln aus Deutschland um das mehrfache übertraf.  

Am 20.09.2001 gelang es Otto Exner Carmen Schley als seine Nachfolgerin in die Stiftung zu holen. Am 05.03.2024 wurde sie zur Geschäftsführerin der Stiftung ernannt. Obwohl die Richterentscheidung für diesen Wechsel länger dauerte, ist Frau Carmen Schley jetzt offiziell und rechtlich seit dem 13.06.2024 Geschäftsführerin der Stiftung. Erst jetzt ist Otto Exner zufrieden, dass er die Stiftung in guten Händen hinterlassen kann und so seinen verdienten Ruhestand antreten kann, in der Hoffnung, dass er weiterhin einen guten Wind in den Segeln seines Lebenssegelschiffes haben wird, weil er seine Kraft weiter für die Menschen in der Bukowina einsetzen wird.

Auf diese Weise dankt Josif Otto Exner allen, die ihm bei seiner „Pilgerreise“ auf der Erde geholfen und angeleitet haben – hauptsächlich seiner Großmutter und seiner Mutter sowie den Priestern seiner Pfarrei – .  

Verfasst von Josif Otto Exner am 09.07.2024
– Verändert in die in die Dritte Personenform von Alfred Wanza –

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Zu Schluss verweist Otto Exner auf Zitate, die ihm im Leben wichtig erschienen:

– Was Licht spendet, muss das brennen aushalten. – Viktor Frank

– Man kann die Wellen nicht aufhalten, aber man kann surfen lernen. – Mahatma Gandhi

– Das Leben beginnt mit Liebe, wird mit Liebe erhalten und endet mit Liebe.
    – Tscknyi Rimpochen

– Das Leben ist wie das Fahrradfahren. Um das Gleichgewicht zu halten, muss man immer
  weitermachen. – Albert Einstein

 – Seien Sie vorsichtig, wie Sie durchs Leben gehen! Die Erde heißt uns alle willkommen, der
   Himmel wählt uns! – Victor Hugo

– Manche Menschen in der modernen Gesellschaft sind wie Bootsführer: Sie ziehen die Ruder,
  kehren aber der Zukunft den Rücken. –  Henri Coanda

– Was die Raupe das Ende nennt, nennt der Rest der Welt den Schmetterling. –  Lao Tzu

– Liebe und Tod sind die größten Geschenke, die wir erhalten; Die meisten davon geben wir
  weiter, ohne sie zu öffnen. – Rainer Maria Rilke

 – In meinem Ende ist mein Anfang. – T. S. Eliot

 – Gerade als die Raupe dachte, die Welt würde untergehen, verwandelte sie sich in einen
   Schmetterling. – Mark Twain

 – Ruhe in großen natürlichen Frieden, dieser müde Geist. Hilflos, gequält von Karma und
   neurotischen Gedanken. Wie die endlose Wut krachender Wellen im unendlichen Ozean
   von Samsara. –  Nyoshul Khen Rimpoche

 – Wer die Günstige Konjunktur nicht nützt, den bestraft die Geschichte. – Dr. Armbruster

 – Wenn die ZEIT endet, beginnt die EWIGKEIT“ – lasst es uns genießen.

– Freue dich und sei froh für mich